Die „Zukunftsschmiede“ ist eine kleine Werkstatt am Berufskolleg in Hückeswagen, in der neben dem normalen Unterricht auch Kurse im Nachmittagsbereich durchgeführt werden können. Jugendliche sollen spielerisch und experimentierend für Technik und die damit verbundenen Berufsbilder begeistert werden. Durch die Förderung der Stiftung konnte die Ausstattung erweitert werden und damit auch das Angebot zu den Themen Digitalisierung, Robotik, Virtual Reality sowie im 3D-Bereich.
Kategorie: Bildung und Ausbildung
Aufklärung, Prävention und Unterstützung an Schulen im Umgang mit sozialen Medien
Ziel ist die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern im Umgang mit den sozialen Medien. Der Fokus liegt sowohl auf der Aufklärung über Chancen und Gefahren (Datenmissbrauch oder Cybermobbing) als auch auf Präventions- und Unterstützungsangeboten. Der Ansatz ist, Jugendliche in den Klassen 7–9 zu Medienbegleitern auszubilden und gleichzeitig ein Fortbildungsangebot für Lehrkräfte zu schaffen. Unter der Federführung des Bildungsbüros des OBK, gemeinsam mit der Kreispolizei Gummersbach und dem Kreisjugendamt des OBK sowie weiteren Organisationen als Kooperationspartnern, wurde ein strukturiertes, kreisweites Fortbildungsangebot geschaffen, das die ländlichen Strukturen der Region berücksichtigt. Die organisatorische Sicherung des Projekts erfolgt durch den Aufbau eines Netzwerkes und die langfristige Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, so dass Schülerinnen und Schüler nicht nur Medienbegleiterinnen und Medienbegleiter an ihrer eigenen Schule sind, sondern auch als Multiplikatoren für Grundschulen und später ausgebildete Medienbegleiter fungieren.
Förderprogramm für Jugendliche mit schulischen und sozialen Problemen
Ziel des Förderprojektes PlanBildung des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds ist es, Schülerinnen und Schüler mit schulischen und sozialen Problemen dabei zu unterstützen, einen Schulabschluss zu erlangen und einen Ausbildungsplatz zu finden. Das Projekt des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds wird seit 2007 an verschiedenen Schulen in Köln und mit Unterstützung der Hans Hermann Voss-Stiftung seit 2014 auch in Wipperfürth erfolgreich angeboten.
Bis zu 30 Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse können jeweils an dem Projekt teilnehmen. Eine Sozialpädagogin betreut die Jugendlichen und bietet ihnen eine feste Anlaufstelle für Probleme in der Schule, im Elternhaus und im sozialen Umfeld. Noch bis zu einem Jahr nach dem Schulabschluss kann diese Beratung und Unterstützung in Anspruch genommen werden.
Technik und Naturwissenschaften an Schulen
Das Projekt „TuWaS! Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ wird im Rheinland von den IHK’s Köln, Bonn/Rhein-Sieg und Mittlerer Niederrhein angeboten. Die Hans Hermann Voss-Stiftung ermöglicht Grundschulen im Oberbergischen Kreis die kostenlose Teilnahme an diesem Angebot.
Ziel ist es, die Kinder möglichst frühzeitig und spielerisch an naturwissenschaftliche und technische Fragen heranzuführen. Den Schulen wird erprobtes Material für jeweils 16 aufeinander aufbauende Lektionen zur Verfügung gestellt. Themen sind beispielsweise Wetter, Festkörper und Flüssigkeiten, Lebenszyklus eines Schmetterlings, Elektrische Stromkreise, Chemische Tests, Bewegung und Konstruktion. Ganztägige Lehrerfortbildungen zur Vermittlung der theoretischen und didaktischen Grundlagen gehören ebenfalls zum Projekt. Die Experimentiereinheiten sind lehrplankonform für den Regelunterricht konzipiert. Sie enthalten Handbücher und Materialien, mit denen die Kinder in Zweier- oder Dreiergruppen über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen experimentieren. Anlieferung, Abholung und Wartung der Experimentiereinheiten sind im Konzept inbegriffen. Die Fortbildungen zum geführten forschenden Lernen werden halbjährlich zu jeder Experimentiereinheit für Grundschullehrerinnen und -lehrer angeboten.
Förderung junger Menschen ohne Schulabschluss
START ist ein Projekt unter Trägerschaft der Ökumenischen Initiative Wipperfürth. Jungen Menschen ohne Schulabschluss wird die Möglichkeit gegeben, ihr Leben neu zu strukturieren, einen Schulabschluss nachzuholen und möglichst auch eine Ausbildungsstelle zu finden. Insbesondere alleinerziehende junge Menschen haben vielfältige Probleme, ohne Schulabschluss, aber dafür mit Kind, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Genau diese Zielgruppe soll besonders gefördert werden. Jungen Familien und Alleinerziehenden werden Handlungsbausteine für die Erreichung familiärer Kompetenzen und Bildungsmöglichkeiten angeboten. Ziel ist es, die Bildung der Mütter und Väter und damit auch die Bildungschancen der Kinder zu erhöhen. Ein fehlender Hauptschulabschluss kann nachgeholt und ein beruflicher Einstieg durch eine Ausbildung gefunden werden.
Stipendien für Jugendliche mit Migrationserfahrung
Das Stipendienprogramm der START-Stiftung richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten und unsere Demokratie stärken wollen, die selbst oder deren Vater oder Mutter nach Deutschland zugewandert sind, die im laufenden Schuljahr mindestens die 9. Klasse besuchen, die mindestens 14 Jahre alt sind, die Deutsch mindestens auf dem Niveau GER-B1 beherrschen und noch mindestens drei Jahre in einem deutschen Bundesland auf eine allgemein- oder berufsbildende Schule gehen. Die Hans Hermann Voss-Stiftung fördert insgesamt fünf Stipendien für Schülerinnen und Schüler im Bergischen Land.
Das Stipendium setzt auf die Potenzial- und Engagementförderung bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und begleitet ihren Bildungsweg. Die Förderung umfasst neben einer materiellen Unterstützung ein breites Bildungsangebot sowie eine persönliche pädagogische Betreuung.
Förderung von Schülerinnen und Schülern auf dem Weg ins Berufsleben
Der Studienkompass unterstützt bundesweit junge Menschen aus Familien ohne akademische Erfahrung dabei, ihre Potenziale zu entdecken und nach dem Abitur einen individuell passenden Bildungsweg zu finden. Die Hans Hermann Voss-Stiftung fördert den Programmstandort Oberbergischer Kreis. Die Teilnehmenden werden beim Übergang von der Schule ins Studium oder in die Ausbildung drei Jahre lang intensiv begleitet und unterstützt. Im Verlauf der Förderung lernen die Jugendlichen, ihren Bildungsweg selbständig zu gestalten und eine zukunftsorientierte Berufsentscheidung zu treffen. Die Förderung setzt im vorletzten Schuljahr ein und begleitet die Stipendiatinnen und Stipendiaten bis zum Abschluss des ersten Jahres im Studium oder in der Ausbildung. Neben Trainings und Workshops zum Kennenlernen der eigenen Stärken umfasst die Förderung die Vermittlung von Kompetenzen, die für die Arbeitswelt der Zukunft gefragt sein werden, und Schwerpunktthemen wie digitale Kompetenzen, Entrepreneurship, kulturelle Bildung oder MINT.